Auslauf Systeme für Hühner

Spezielle Zäune, Netze und Elektrozäune für Hühner

Zu Beginn möchten wir Ihnen einen Überblick über die Gewohnheiten und Anforderungen der Tiere geben, sodass Sie einfacher den für Sie optimalen Auslauf wählen können.

HuhnHuhn

Ausläufe von Hühnern in freier Natur

Hühner sind in der freien Wildbahn Bewohner von Busch und Baumflächen. Sie leben im Untergrund dieser Vegetation und nehmen auch hier nachts erhöhte Schlafplätze ein. Nur sehr selten gehen sie über große freie Flächen, da diese für sie immer eine Gefahr von Angriffen aus der Luft bedeuten. Deshalb sollten in großen Ausläufen immer Büsche und Bäume integriert sein, damit die Hühner bei Gefahr aus der Luft schnell in Deckung laufen können. In großen Ausläufen ohne Deckung entfernen sich die Hühner selten mehr als 30 m vom Stall. Wenn keine Büsche und Baume im Auslauf vorhanden sind, empfiehlt sich bis zum ausreichenden Wachstum der Anpflanzungen, Unterstände im Gelände aufzustellen.

Auslauf von Hühnern in Gärten

Um bei der Haltung unserer Hühner den natürlichen Bedingungen so nahe wie möglich zu kommen, sollte idealerweise ein grasbewachsener Auslauf angeboten werden. Für die Neuanlage solcher Ausläufe bieten wir spezielle Grassamenmischungen für unterschiedliche Böden an. Arten, die auf schwerem Lehmboden wachsen, tun sich schwer auf Sandböden und umgekehrt. Zusätzlich bieten wir Mischungen für die Nachsaat von Kahlstellen an. Hühner haben bevorzugte Stellen, wo sie gerne mal ein Sandbad nehmen. Dadurch kommt es immer wieder zu Kahlstellen im Auslauf, die sich mit diesen Mischungen schnell wieder begrünen lassen.

Eine Aussaat mit der Hand benötigt viel mehr Saatgut und hat oft ungleichmäßigen Feldaufgang zur Folge. Der kleine, leichte Samen wird schon bei leichtem Wind abgetrieben und landet nicht immer an den Stellen, wo Sie ihn gerne hätten. Deshalb planen Sie bitte höhere Saatgutmengen bei Handeinsaat ein.

Bei großen Flächen sollten Sie sich auf jeden Fall um eine Maschine zur Ansaat bemühen. Diese sind oft in Baumärkten oder bei Landschaftsgärtnern gegen eine geringe Gebühr auszuleihen. Benutzen Sie eine motorgetriebene Maschine, so wird zusätzlich durch Walzen der Boden vor der Einsaat gelockert und nach der Einsaat sofort festgewalzt. Der Einsatz solcher Maschinen spart Geld für Saatgut und hat in der Regel einen besseren Feldaufgang zur Folge. Somit gibt es von vornherein kaum Kahlstellen, die die Hühner noch vergrößern könnten oder in denen sich unerwünschte Pflanzen ansiedeln. Achten Sie bei der Neuansaat auf die Bodentemperatur. Es macht wenig Sinn bei den ersten schönen Tagen im März mit der Einsaat zu beginnen, wenn darauf gleich wieder kalte Tage folgen. Im Frühjahr wartet man, bis der Boden sich erwärmt hat. Dann geht alles viel schneller und gleichmäßiger voran. Ideal ist es bei einer Neuanlage des Auslaufes, Büsche, Bäume und Schutzräume gleich mit einzuplanen. Hühnerhaus mobil bietet unterschiedliche Auslaufsysteme, die auf ihre Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten sind.

Überblick der möglichen Auslauf-Systeme

1. Draht-umzäunte Flächen:

Zwei bis drei fest eingezäunte Flächen

Das Haus wird in eine der Flächen gestellt. Nach dem Abweiden wird es in die nächste Fläche geschoben. Überständiges Gras muss nach der Beweidung mit dem Rasenmäher nachgemäht werden. Dabei sollte es nicht zu kurz geschnitten werden, da sonst der Neuaustrieb zu lange dauert. Ebenfalls bilden sich schnell Kahlstellen durch zu tiefes Mähen. Besonders im Frühjahr, wenn das Wachstum sehr intensiv ist, werden ihre Hühner nicht mit dem Abweiden nachkommen. So wird ein Mähvorgang unerlässlich sein. Schon im Juni und Juli lässt das Wachstum wieder etwas nach, so dass die Hühner nun besser mit der Beweidung nachkommen.

Kompletter Freilauf

Ist das ganze Grundstück eingezäunt, kann man Hühner auch gut frei laufen lassen. Wenn Sie die Hühner frei laufen lassen, besprechen Sie dies vorher besser mit Ihren Nachbarn, damit diese auf eventuell zerkratzte Blumenbeete vorbereitet sind. Reparationszahlungen in Form von frischen Hühnereiern können hier hilfreich sein. Bevor sie die Hühner auf die Vegetation loslassen, sollten Sie die Tiere jedoch 2-3 Tage im Stall lassen. Die Hühner müssen ihre neue Umgebung kennenlernen und als ihr Zuhause akzeptieren. Sie sollten alle Einrichtungen des Stalles erkunden können. Wichtig ist, dass sie das Legenest gefunden und akzeptiert haben, damit sie bei Legebeginn ihre Eier gar nicht erst in irgendeine Mulde auf ihrem Grundstück ablegen. Es kann vor allem bei großen Ausläufen passieren, dass die Hühner abends nicht in den Stall gegangen sind. Dann sollten Sie in Büschen oder kleinen Bäumen nachschauen. In der Regel sitzen diese dann in großer Eintracht auf einem Ast. Ist es dunkel, kann man sie ganz leicht bei den Füßen packen und in den Stall bringen. Hühner sehen im Dunklen fast nichts und bewegen sich deswegen nicht. Ein freilaufendes Huhn sucht ungefähr die Hälfte seiner Nahrung selbst und spart somit Futterkosten. Speziell für Halter mit großen Ausläufen haben wir eiweißreduziertes Futter im Programm. Dies schützt das Tier vor einem Überangebot. Auch in großen Ausläufen sollten Sie das Haus verschieben, damit der Rasen in der Umgebung des Hauses erhalten bleibt und nicht überdüngt wird.

Leicht zusammenfaltbare Holzrahmenkonstruktion mit Drahtgitter

Dieser Auslauf ist für den kleinen Garten mit begrenzter Fläche gedacht. Die Konstruktion ist leicht zusammenfaltbar und auch für Menschen mit geringer Körperkraft leicht zu versetzen. Er ist optisch dem Schwedenhaus angepasst und hat eine Fläche von 4 qm. Er kann innerhalb von 5 Minuten zusammengefaltet und an anderer Stelle wieder aufgestellt werden. Dieser Auslauf reicht bei einem Besatz mit 2 Tieren für ein bis zwei Tage. Dann muss er versetzt werden, damit die Grasnarbe nicht durch das Kratzen der Tiere zerstört wird. Im Shop bieten wir auch für dieses Problem eine Lösung, sogenannte Estrichgitter. Diese werden auf den Boden des Auslaufes gelegt, der Draht hindert die Hühner am Kratzen und schützt so die Wurzeln der Grasnarbe. Als Zusatz bieten wir für diesen Auslauf ein weiteres Zaunsegment von 2 Metern Länge an. So lässt sich der Auslauf mit wenigen Handgriffen auf ca. 6 qm Fläche erweitern. Dieser Auslauf muss je nach Tierbesatz alle zwei bis drei Tage umgesetzt werden. Wer Angriffe von Raubvögeln fürchten muss, kann über den Auslauf ein Netz spannen. Dies verhindert nicht nur einem Ausflug der Hühner, sondern auch, dass der Habicht sich seine Mahlzeit aus ihrem Gehege holt. Das passende Netz wird zu diesem Auslauf mitgeliefert.

Auslauf für Gebiete mit Freilaufverbot

Dieser Auslauf ist in Zusammenarbeit mit unserem zuständigen Veterinär entstanden. Es handelt sich dabei um einen kompletten Draht-Auslauf der nur nach unten offen ist. Im gewölbten Dachbereich ist dieser Auslauf mit einem dichten und wasserabweisenden Vlies abgedeckt , so dass Vogelkot von Wildvögeln nicht in den Auslauf gelangen kann. Damit ist eine Übertragung des Vogelgrippe Virus sehr erschwert. Dieser Auslauf kann mit den von mir angebotenen Klipsen, der Spezialzange und dem speziellen Draht vor Ort angefertigt werden. Auf meiner Internetseite gibt es eine einfache Anleitung zum Bau eines solchen Auslaufes.

 

2. Netz-umzäunte Flächen

Begrenzungszaun für die individuelle Grundstücksgröße

Sie messen ihr Grundstück aus und wir unterbreiten ihnen ein Angebot für das passende Netz. Dazu bieten wir die notwendigen Erdstäbe, die in einem Abstand von 1,5 bis 2 m gesteckt werden. Das Netz ist UV- beständig und damit lange haltbar.

Begrenzungszaun ohne Stromführung

Hier bieten wir einen kompletten, 20Meter langen Zaun, mit dem eine Grundfläche von 5 x 5 m abgesteckt werden kann. Die Stäbe sind fest mit dem Netz verbunden und die Zaunhöhe beträgt 1,60 m Diese Höhe ist besonders bei Rassen zu empfehlen, die für ihr gute Flugfähigkeit bekannt sind. Es gibt Hühnerrassen, die mit einer Zaunhöhe von 1,10 m auskommen. Wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Einzäunung mit dem Elektrozaun

Dafür bieten wir einen speziell für Hühner entwickelten, 50 m langen Elektrozaun an. Die in diesem variablen Netz-Zaun integrierten Pfähle sind mit Erdspießen versehen. Diese kann man einfach in den Boden stecken. So lassen sich beliebige Flächen einzäunen. Ist die Fläche abgeweidet, wird der Zaun an anderer Stelle aufgebaut und das Haus hinein gestellt. Es bedarf ca. eine ¾ Stunde Zeitaufwand für das Umstellen des Zaunes. Zu diesem System bieten wir ein passendes Weidezaungerät an. Betrieben wird dieses Gerät entweder mit einer Solaranlage, einer Batterie oder dem häuslichen Elektronetz. Berührt ein Huhn den Zaun, wird es einen kleinen Schlag bekommen und diesen Zaun meiden. Wir haben das Netzgerät insgesamt drei Tage eingeschaltet, unsere Hühner haben danach den Zaun weder über- noch unterquert, sodass wir das Gerät ausgeschaltet lassen konnten. Nicht nur Hühner meiden diesen Zaun, auch Füchsen und Mardern verdirbt er deutlich den Appetit. Selbstverständlich bekommen weder Mensch noch Tier bei Berührung dieses Zaunes einen verletzenden Stomschlag. Der Schlag ist jedoch so stark, dass man empfindlich zurückzuckt. Nach Möglichkeit sollte keine Vegetation den Zaun berühren. Dadurch könnte der Strom abgeleitet werden. Wichtig ist eine gute Erdung und ein geschlossener Stromkreislauf. Nur so kann der Strom fließen. Eine gute Erdung kann nur in feuchtem Boden erfolgen. Deshalb ist es sehr wichtig (besonders in schnell austrocknendem Sandboden), einen ausreichend langen Erdstab zu verwenden. Erdstäbe für die Erdung (speziell für den mobilen Einsatz) und passende Verbindungskabel plus einfache Beschreibung bieten wir an. Auch so eingezäunte Flächen sollten im Frühjahr nachgemäht, vorhandene Kahlstellen nachgesät werden.

 

Hinweise zum Schutz Ihrer Hühner

Aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden hören wir, dass der Fuchs mittlerweile deutschlandweit unsere Hühner angreift. Das einzige Mittel, das laut Fachleuten gegen den Fuchs helfen soll ist Strom auf einen speziellen Draht mit einem Weidezaungerät zu geben. Dies hält die Hühner im Auslauf und den Fuchs und Marder draußen. Man sagt, wenn der Fuchs einmal einen gewischt bekommen hat kommt er nicht mehr wieder. Eine Garantie gibt es nicht, aber es hat sich als durchaus wirksam herausgestellt. Aus diesem Grund bieten wir einen speziellen Geflügeldraht an, der im unteren Bereich kleine Maschen hat die nach oben größer werden, damit Küken nicht einfach durch den Draht steigen. Dieser Draht kann mit einem Weidezaungerät unter Strom gesetzt werden. Als zusätzlichen Schutz kann man noch einen Blechstreifen am unteren Ende des Hühnerhauses Eingangsschiebers anbringen, damit der Fuchs nicht mit der Schnauze den Schieber hochdrücken kann.

Der Habicht hat sich auch in einigen Gegenden als Problem für unsere Hühner entwickelt. Er steht unter Artenschutz und darf nicht ohne weiteres bejagt werden. Trotzdem gibt es Möglichkeiten. Zum Schutz vor Raubvögel sollten Büsche oder Bäume im Auslauf stehen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie Unterschlupfmöglichkeiten im Auslauf aufstellen. Da sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ein guter Hahn beobachtet den Luftraum, stößt bei Gefahr durch Raubvögel einen Warnruf aus und innerhalb kurzer Zeit sausen alle Hennen unter Büsche, Bäume oder sonstiges um der Gefahr aus der Luft auszuweichen. Als Zusatz kann man noch Attrappen aufstellen, die aus der Luft aussehen wie größere Raubvögel. Dadurch sieht der Habicht, dass ein größerer Vogel da ist und traut sich unter Umständen nicht in ihren Hühnerauslauf.

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